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Eis für Hunde! – was ist erlaubt + 5 Rezepte!

Die Temperaturen steigen und nicht nur uns, sondern auch unseren geliebten Vierbeinern tut eine Abkühlung an heißen Sommertagen gut. Wie wäre es also mit einem Eis für Hunde? Wo wir Menschen gerne an der Eisdiele die Straße runter eine bunte Kugel Eis genießen, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Alternative für unsere Vierbeiner.
In diesem Artikel erfährst du also, wie auch dein treuer Begleiter zu einem leckeren Eis an diesen warmen Tagen kommt, was hierbei erlaubt ist und was du lieber vermeiden solltest. Und wir verraten dir auch gleich noch unsere Top 5 Rezepte für Hundeeis!

Eis für Hunde
So lieber nicht! Normales Speiseeis ist für deinen Hund nicht geeignet!

Speiseeis vs. Hundeeis

Bei all den leckeren Sorten, die uns an der Eisdiele erwarten, stellt sich natürlich schnell die Frage, weshalb es überhaupt ein spezielles Eis für Hunde sein muss, wenn es doch schon eine solch große Auswahl gibt.
Die Antwort liegt in den Zutaten, welche für Speiseeis verwendet werden. Einige dieser Zutaten sind nämlich so ganz und gar nicht gesund und teils sogar gefährlich für deinen pelzigen Begleiter. Daher ist es wichtig, diese zu kennen und zu vermeiden.

Milchzucker (Laktose)

In den allermeisten Fällen handelt es sich bei Speiseeis um Eis auf Milchbasis. Die enthaltene Milch eignet sich jedoch leider sehr schlecht als Nahrungsmittel für Hunde. Diese können den enthaltenen Milchzucker, also die sogenannte Laktose, nur schlecht verdauen. Frisst ein Hund zu viel milchhaltige Produkte wie Eis für den Menschen, kann dies Magenschmerzen, -krämpfe und weitere unangenehme Folgen für ihn haben.

Sahne

Für Sahne gilt im Grunde genommen das Gleiche wie eben beschrieben für Milch. Sie ist für Hunde ebenfalls schlecht bzw. schwer bekömmlich und der Milchzucker kann zu unerwünschten und vor allem unangenehmen Nebenwirkungen führen. Sie hat daher in einem Eis für Hunde ebenfalls nichts zu suchen.

Zucker

Die Süße der bunten Eiskugeln kommt nicht von ungefähr: Nicht selten ist Speiseeis eine nicht geringe Menge Industriezucker zugesetzt, um den Geschmack für uns noch besser zu machen. Zucker ist jedoch nicht nur für Menschen nur bedingt empfehlenswert, auch Hunde sollten diesen sogar so wenig wie möglich zu sich nehmen. Der Süßmacher liefert Zwei- und Vierbeinern neben dem tollen Geschmack leider nur leere Kalorien ohne positiven Wert für den Körper und begünstigt so eine Gewichtszunahme. Auch für die Zähne deines Hundes ist zuckerhaltige Nahrung, egal in welcher Form, ganz und gar nicht gut und kann, zumindest auf Dauer, hier zu massiven Schäden führen.

Schokolade

Dass Schokolade nicht wirklich gesund für deinen Hund ist, ist sicher kein Geheimnis und auch dir schon längst bekannt. Demnach gilt das Gleiche leider auch für sämtliche Varianten von Schokolade im Eis für Hunde, egal wie köstlich diese auch sein mögen. Ebenfalls gefährlich sind Schokostückchen in sonst schokoladenfreien Sorten und die allseits beliebte Schokosoße als Toping auf dem Eis.

Grund für die Giftigkeit aller schokoladenhaltigen Speisen für Hunde ist der in Schokolade enthaltene Stoff Theobromin. Dieser kann von Menschen leicht und schnell verstoffwechselt werden, wodurch er für uns kein Problem darstellt. Bei unseren vierbeinigen Freunden sieht es hier leider etwas anders aus. Hunde können Theobromin nur schlecht und langsam abbauen, so das der Stoff lange Zeit sein Unwesen in ihrem Körper treiben kann.

Schon geringe Mengen Schokolade und somit Theobromin können bei Hunden je nach Alter, Größe und Empfindlichkeit starke Beschwerden wie beispielsweise Erbrechen und Verdauungsporbleme auslösen. Eine Vergiftung durch Theobromin kann für Hunde im schlimmsten Fall tatsächlich auch tödlich enden, weshalb Schokolade auch ohne Eis nichts in der Nähe deines Lieblings zu suchen hat.

Süßstoff (Xylitol)

Um Speiseeis noch schmackhafter zu machen, wird ihm oft neben herkömmlichen Zucker noch Süßstoff, meist in Form von Xylitol beigemischt. Auch hier zeigt sich wieder das Problem, dass der Süßstoff für Menschen zwar weitestgehend unbedenklich ist, für Hunde jedoch extrem giftig ist.

Da Xylitol bei Hunden sehr schnell zu Unterzuckerung und Leberversagen führen kann, solltest du stets darauf achten, das deine Fellnase niemals in Kontakt mit dem Süßungsmittel kommt.

Damit du dieses Risiko nicht eingehen musst: weiter unten findest du tolle Rezepte für Hundeeis!

Fertiges Eis für Hunde

Der Trend für zur gefrorenen Leckerei für Hunde ist natürlich auch an verschiedenen Futtermittelherstellern nicht unbemerkt vorbeigegangen und so gibt es, vor allen in den letzten Jahren, immer mehr Hersteller, die fertiges Hundeeis zum Kauf anbieten.

Hierbei kann man vor allem zwischen zwei Varianten unterschieden: schon fertiges, gefrorenes Eis oder Mischungen, welche selbst eingefroren oder zuvor sogar erst selbst angerührt und dann eingefroren werden müssen.

Egal für welches Eis für Hunde und für welchen Hersteller du dich entscheidest, du solltest vor dem Kauf unbedingt auf die Inhaltsstoffe der einzelnen Produkte achten. Denn auch bei Hundeeis gilt, nur, weil es als für Hunde geeignet verkauft wird, bedeutet dies leider nicht, dass auch nur unbedenkliche und vor allem gesunde Zutaten verwendet wurden.

Bei der bereits fertig zubereiteten und gefrorenen Variante solltest du ebenfalls stets darauf achten, das Eis möglichst nicht antauen zu lassen. Ähnlich wie bei tiefgekühlten Lebensmitteln für uns Menschen, kann Eis für Hunde durch Antauen und Unterbrechungen in der Kühlkette leicht verderben, ohne dass du oder dein Vierbeiner dies direkt bemerkt.

Hundeeis selbst machen

Selbstgemacht schmeckt am Ende nicht nur immer am besten, sondern bietet auch einige Vorteile – so auch beim Eis für Hunde.
Wenn du die gefrorene Leckerei für deinen Vierbeiner selbst zubereitest, hast du nicht nur die volle Kontrolle und Gewissheit, welche Zutaten enthalten sind, sondern kannst diese auch speziell an die Bedürfnisse und Vorlieben deines Hundes anpassen. Auch hast du eine viel größere Auswahl an möglichen Sorten, welche du stets neu kreieren kannst. Ebenfalls kannst du so frei über Größe und Darreichungsform entscheiden, was beispielsweise besonders bei kleinen Hunden sehr von Vorteil sein kann.

Du siehst also, es gibt viele gute Gründe, dein Eis für Hunde selbst herzustellen, nicht zuletzt, weil allein die Zubereitung an sich ebenfalls sehr viel Spaß machen kann. Damit deine Eiserfahrung nicht nur spaßig, sondern auch für deine Fellnase garantiert lecker und unbedenklich wird, haben wir dir unsere 5 liebsten Hundeeisrezepte zusammengetragen.

Top 5 Rezepte für selbstgemachtes Hundeeis

Die folgenden fünf Rezepte für Hundeeis sichern dir einen einfachen und für deinen Hund gefahrlosen Einstieg in die heimische Zubereitung. Natürlich kannst du unsere Rezepte jederzeit anpassen oder erweitern, behalte hierbei jedoch stets die Zutaten im Blick, um deinem Liebling nicht versehentlich mit seiner nächsten Leckerei Bauchweh statt Freude zu bereiten.

Die Zubereitung ist hierbei denkbar einfach: Du musst lediglich die angegebenen Zutaten miteinander vermengen und die fertige Masse anschließend in eine gefriergeeignete Form deiner Wahl füllen. Jetzt noch alles für einige Stunden oder über Nacht einfrieren und schon ist dein eigenes Eis für Hunde fertig!

1. Bananarama

  • 1/4 Banane
  • 2 EL Quark
  • 1 TL Honig
  • Etwas Öl

2. Cookie Dream

  • Hundekekse nach Wahl
  • 50 gr. Jogurt
  • 1 TL Honig
  • Etwas Öl

3. Protein Power

  • Hühnerfilet, gekocht, klein geschnitten
  • 50 gr. körniger Frischkäse
  • Etwas Öl
Mit unseren Rezepten stellst du kinderleicht leckeres und sicheres Eis für Hunde her!

4. Wilder Beeren-Mix

  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • griechischer Jogurt
  • 1 TL Honig
  • Etwas Öl

5. Herzhafter Wursttraum

  • Leberwurst für Hunde
  • 50 gr. körniger Frischkäse
  • Etwas Öl

6. Das optimale Eis für empfindliche Hunde und vorsichtige Besitzer

Abschließend möchten wir noch eine besonders einfache und risikofreie Variante vorstellen, die sich besonders gut eignet, wenn du trotz aller Informationen zu große Bedenken haben solltest, bei der Eiszubereitung etwas falsch zu machen oder dein Hund viele Unverträglichkeiten, Allergien oder einen besonders empfindlichen Magen hat.

Um deinem Liebling in diesem Fall dennoch eine kühle Erfrischung servieren zu können, nutzt du einfach sein Trockenfutter, welches er kennt und verträgt als Basis für dein Hundeeis und frierst dieses in einer beliebigen Menge Wasser in einer geeigneten Form für ihn ein.

So kannst du sicherstellen, dass deine Fellnase nur Dinge zu sich nimmt, die er auch auf jeden Fall verträgt und dir selbst kann kein Fehler bei der Herstellung des Eis unterlaufen.

Tipp: Auch Nassfutter lässt sich so wunderbar in ein Eis für Hunde verwandeln! Hierzu benötigst du keine weiteren Zutaten und als Hilfsmittel lediglich eine geeignete Form zum einfrieren.

Eis für Hunde kann so einfach sein: Das Lieblingsfutter deines Hundes in etwas Wasser eingefroren ergibt eine leckere Abkühlung!

Eis für Hunde an Eisdielen & Co.

Durch die wachsende Nachfrage nach einer kühlen Leckerei für vierbeinige Begleiter an heißen Sommertagen bieten mittlerweile auch einige Eisdielen, Cafés & Co. ein meist hauseigenes Eis für Hunde an.

Wenn du also das nächste Mal spontan in der Stadt unterwegs, wundere dich nicht, wenn du ein solches Angebot erblickst. Solltest du in Versuchung geraten, deiner Fellnase dort nun ein leckeres Eis zu bestellen, informiere dich vorher auch hier unbedingt über die verwendeten Zutaten. Sollten diese nicht schon in der Auslage genaustens angegeben sein, lohnt es sich, für die Sicherheit deines Hundes, einmal freundlich beim zuständigen Personal nachzufragen.

Die richtige Ernährung von Hunden

Die richtige Ernährung deines vierbeinigen Weggefährten ist ein wichtiges, aber auch sehr komplexes Thema. Nicht nur wenn es um Eis für Hunde geht, gibt es viel zu beachten. Falls du also noch mehr über die richtige Ernährung von Hunden erfahren möchtest, schau doch gerne in unseren Leitfaden für Hundeernährung.

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