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Wie viele Hunderassen gibt es?

Wie viele Hunderassen gibt es auf der Welt? Sagen wir es mal so: Es wird eine Weile dauern, bis du keine Hunde mehr zum Anhimmeln hast.

Jeder Hundeliebhaber wird dir sagen, dass die Welt wegen der Hunde ein besserer Ort ist. Sie sind anhänglich, albern, süß und liebevoll, und das Beste ist vielleicht, dass es für jeden von uns einen ganz besonderen Vierbeiner zu geben scheint. Heute gibt es Hunderte von Hunderassen, von winzigen Zwergpudeln über rundliche Bulldoggen bis hin zu anmutigen und geschmeidigen Windhunden. Wenn man sich die riesige Vielfalt vor Augen führt, ist es unglaublich, dass sie sich alle in so kurzer Zeit aus ein und demselben Tier – dem Wolf – entwickelt haben. Hier erfährst du, wie das passiert ist und wie viele Hunderassen es heute auf der ganzen Welt gibt.

Wie viele Hunderassen gibt es mittlerweile?


Die Gesamtzahl der Hunderassen auf der Welt ändert sich ständig, und die Anzahl der anerkannten Hunderassen hängt letztlich von der Organisation ab, die sie anerkennt. „Der AKC erkennt 195 Hunderassen an, und 79 weitere Rassen arbeiten an der vollständigen Anerkennung“, sagt Gina DiNardo, Geschäftsführerin des American Kennel Club (AKC). „Es gibt Rassen, die die Voraussetzungen für die Anerkennung nicht erfüllt haben, und andere, die sich entschieden haben, zum jetzigen Zeitpunkt keine volle Anerkennung anzustreben.

Sie fügt hinzu, dass sich die Zahl des AKC jedes Jahr ändern kann, wenn mehr Rassen anerkannt werden oder wenn neue Rassen geschaffen werden. Interessanterweise sind einige der Rassen, die anerkannt werden, nicht wirklich „neu“. Viele gibt es schon seit Jahren – manche sogar seit Hunderten von Jahren! Ein perfektes Beispiel dafür ist der Barbet, ein französischer Wasserhund, den es schon seit dem 16 Jahrhundert gibt.Er wurde erst 2020 offiziell vom AKC anerkannt. Der Dogo Argentino ist ein weiteres Beispiel. Der Großwildjagdhund wurde erstmals 1928 gezüchtet, wurde aber erst 2019 offiziell vom AKC anerkannt.

Andere Organisationen wie der europäische Continental Kennel Club (CKC), der britische Kennel Club (KC) und die Fédération Cynologique Internationale (FCI) haben unterschiedliche Rassenanerkennungsprotokolle und erkennen daher entweder weniger oder mehr Rassen an als der AKC. Wenn man sich nicht an das strenge Protokoll dieser Organisationen hält, gibt es laut PrudentPet.com schätzungsweise mehr als 350 verschiedene Hunderassen auf der Welt.

Wie entstehen neue Rassen überhaupt?

Lange Rede, kurzer Sinn: Neue Rassen entstehen durch vom Menschen beeinflusste Evolution. Alle Hunderassen, die es heute gibt, stammen vom Wolf ab, und jede wurde im Laufe der Zeit an bestimmte Eigenschaften angepasst – vom Aussehen über die körperlichen Fähigkeiten bis hin zur Persönlichkeit.

Hunderassen sind eigentlich ein Ausdruck unserer selbst. Vor etwa 200 Jahren gab es nur wenige Hunderassen. Erst in der viktorianischen Ära wurde es zu einem Statussymbol, eine eigene Hunderasse zu züchten. Die Wahl der Rasse und die Richtung, in die man sie auswählte, war eigentlich nur ein Ausdruck der menschlichen Vorlieben. Manche Menschen waren begeistert von kleineren Hunden. Manche Menschen waren begeistert von langen Haaren. Und manche begeisterten sich für kurze Beine. Das alles sind Ausdruck menschlicher Vorlieben, die letztlich in unserer Psychologie verwurzelt sind.

Wie viele Hunderassen gibt es
Egal wie viele Hunderassen es gibt. Alle Hunde sind in unseren Augen einzigartig süß.

Wie man eine offiziell anerkannte Rasse wird

Bevor eine Hunderasse anerkannt wird, sind viele Hürden zu überwinden. Auch hier ist jede Organisation anders, aber für den AKC besteht der erste Schritt darin, die Rasse im Foundation Stock Service (FSS) zu erfassen. Danach beginnt der Anerkennungsprozess mit einem schriftlichen Antrag auf Aufnahme in die „Miscellaneous Class“ des National Breed Club, erklärt DiNardo. Um als AKC-anerkannte Rasse in Frage zu kommen, müssen laut DiNardo die folgenden Kriterien erfüllt sein:

Eine nachgewiesene Anhängerschaft und Interesse (mindestens 100 aktive Mitglieder) an der Rasse in Form eines nationalen Rasseclubs.
Eine ausreichende Population in diesem Land (mindestens 300 bis 400 Hunde) mit einem Stammbaum über drei Generationen. Die Hunde in diesem Stammbaum müssen alle der gleichen Rasse angehören.
Eine geografische Verteilung der Hunde und Menschen (in 20 oder mehr Staaten der USA).

Der AKC muss den Rassestandard des Clubs sowie die Satzung und die Zusatzbestimmungen des Clubs prüfen und genehmigen. Auch die Rassebeobachtungen müssen von AKC-Mitarbeitern vor Ort durchgeführt werden.

Die sieben Hauptgruppen von Hunden

Der AKC teilt seine vielen anerkannten Rassen in sieben verschiedene Gruppen ein. Dazu gehören Sporting, Working, Toy, Herding, Hound, Terrier und Non-Sporting. Technisch gesehen gibt es noch zwei weitere Gruppen – die FFS- und die Miscellaneous Class – aber beide sind im Wesentlichen Einstiegs-Gruppen, die vom AKC noch nicht vollständig anerkannt sind, erklärt DiNardo. Im Folgenden stellt sie die sieben wichtigsten Gruppen vor:

Sporting: Die Rassen in der Sporting Group wurden gezüchtet, um Jägern beim Fangen und Apportieren von Federwild zu helfen.

Jagdhund

Alle Rassen dieser Gruppe wurden gezüchtet, um warmblütige Beute zu jagen, darunter Hasen, Rehe, Fische, Enten und Vögel.

Rhodesian Ridgeback
  • Münsterländer
  • Weimaraner
  • Beagle
  • Dackel
  • English Springer Spaniel
  • Deutscher Drahthaar
  • Deutscher Langhaar
  • Labrador
  • Irish Setter
  • Rhodesian Ridgeback

Die Geschichte der Jagdhunde geht bis in die Antike zurück. Zu Beginn wurden Jagdhunde nur gezüchtet um Wild zu erlegen. Die Zucht der Jagdhunde wurde weiterentwickelt. Die Rassen wurden besonders gezüchtet um besonders gut für die Jagd geeignet zu sein.

Einsatz von Jagdhunden lässt sich unterteilen in die Arbeit vor dem Schuss und nach dem Schuss. Vor dem Schuss ist das Suchen und Stöbern an der Reihe. Nach dem Schuss gibt es die Nachsuche oder das Verlorenbringen. Vorstehen ist bei Jagdhunden das Anzeigen von in der Deckung liegendem Wild durch stehen bleiben des Hundes. Es gibt Apportierhunde, Vorstehhunde und Stöberhunde, Erdhund, Schweißhund und das Bracken.

Arbeitsgruppe

Diese Rassen wurden entwickelt, um den Menschen in irgendeiner Weise zu helfen. Das reicht vom Ziehen von Schlitten und Karren über das Bewachen von Herden und Häusern bis hin zum Schutz ihrer Familien. Viele dieser Rassen werden auch heute noch als Arbeitshunde eingesetzt.

Hütehunde

Diese Gruppe umfasst Rassen, die für den Transport von Vieh entwickelt wurden, darunter Schafe, Rinder und sogar Rentiere. Sie hatten damals, und auch heute, die Aufgabe Nutztiere zusammen zu halten und die Herde zu bewachen. Hütehunde sind besonders intelligente und wachsame Hunde. Ein Hütehund hat von Natur aus einen starken Trieb zum Arbeiten und ist somit ein Haustier was sehr viel Beschäftigung braucht. Für diese Hunderassen eignet sich besonders der Hundesport.

Hütehunde
  • Australian Shepherd
  • Border Collie
  • Briard
  • Welsh Corgi Pembroke
  • Shetland Sheepdog
  • Langhaarcollie
  • Deutscher Schäferhund
  • Bobtail

Es gibt verschiedene Arten der Hütehunde. Es gibt reine Hütehunde, die die Aufgabe haben Nutztiere zusammenzuhalten. Herdenschutzhunde beschützen ihre Nutztiere hingehen aktiv, sie beschützen ihre Herde vor potentiellen Feinden. Hirtenhunde bzw. Schäferhunde sind eine Mischform der Beiden anderen Arten. Sie sind alle besonders Lernbereit und sehr Gehorsam, außerdem sind sie sehr Selbstständig und körperlich sehr fit.

Terrier

Die angriffslustigen, kurzbeinigen Rassen der Terrier-Gruppe wurden ursprünglich gezüchtet, um Nagetiere und ähnliches zu jagen.

Terrier
  • Airedale Terrier
  • Australian Terrier
  • Bullterrier
  • Deutscher Jagdterrier
  • Jack Russell Terrier
  • Yorkshire Terrier

Terrier werden in folgende Sektionen Unterteilt: (1) Hochläufige Terrier, (2) Niederläufige Terrier, (3) Bullartige Terrier, (4) Zwerg-Terrier. Der Terrier ist ein sehr temperametvoller Hund, weswegen sie körperlich und geistig ausgelastet werden müssen. Auch der Terrier hat einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Jagdtrieb.

Toy

Es wird dich vielleicht nicht überraschen, dass diese kleinen Hunde als aufmerksame Begleiter gezüchtet wurden und besonders bei Stadtbewohnern beliebt sind. Aufgrund ihrer Größe sind sie gut für kleinere Gärten oder Wohnungen geeignet. Apropos kleine Hunde: Diese 10 Welpen werden klein geboren und bleiben es auch.

Nicht-sportlich

Die Rassen in der Gruppe der Nichtsportler haben Aufgaben, die sich nicht in die anderen sechs Gruppen einordnen lassen. Sie wurden alle entwickelt, um in irgendeiner Form mit Menschen zu interagieren.

FCI

Laut dem FCI (Fédération Cynologique Internationale) werden die Rassen in 10 unterschiedliche Gruppen eingeteilt.

FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer 

FCI-Gruppe 3: Terrier

FCI-Gruppe 4: Dachshunde

FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp

FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen

FCI-Gruppe 7: Vorstehhunde

FCI-Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

FCI-Gruppe 10: Windhunde

Fazit

Wie du sicherlich schon bemerkt hast, ist die Frage: wie viele Hunderassen gibt es nicht so einfach zu beantworten. Verschiedene Orginisationen haben ganz verschiedene Kriterien. Nur weil eine Rasse nicht offiziell vom AKC oder einer der anderen großen Gruppen anerkannt ist, heißt das natürlich nicht, dass sie nicht auch ein tolles Haustier sein kann.

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