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Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis? – Die 5 häufigsten Gründe

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Dein Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis? Die meisten Hunde fressen fast alles, was sie in die Finger bekommen. Deshalb kann es sehr beunruhigend sein, wenn sie plötzlich aufhören zu fressen. Das ist zwar besser, als gar nicht zu fressen, aber du solltest diesem Verhalten auf jeden Fall so schnell wie möglich auf den Grund gehen. So stellst du sicher, dass du deinem Tier eine ausgewogene Ernährung bieten kannst, die ihn gesund hält.

Wir haben eine Liste mit Gründen erstellt, warum dein Hund sein normales Abendessen verweigern könnte. Außerdem besprechen wir, was du tun kannst, damit dein Tier wieder frisst. Oder aber wann es Zeit ist, den Tierarzt zu rufen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Leckerlis zu fressen bedeutet nicht automatisch, dass der Hund gesund ist. Besonders schmackhafte Snacks können auch bei Übelkeit oder Schmerzen noch angenommen werden.
  • Zu viele Leckerlis können die normale Futteraufnahme beeinflussen. Sie liefern Kalorien und können dazu führen, dass der Hund weniger Hunger auf seine Hauptmahlzeit hat.
  • Zahn- und Maulprobleme sind eine wichtige Ursache. Ein Hund kann bei schmerzhaftem Kauen weiches oder besonders attraktives Futter bevorzugen.
  • Magen-Darm-Probleme können den Appetit verändern. Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme kommen als Ursachen infrage.
  • Stress und Veränderungen im Alltag können ebenfalls eine Rolle spielen. Umzug, neue Tiere, ungewohnte Situationen oder Veränderungen im Tagesablauf können die Futteraufnahme beeinflussen.
  • Manchmal ist das Problem tatsächlich erlerntes Futterverhalten. Wenn nach dem stehen gelassenen Futter regelmäßig ein besonders schmackhaftes Leckerli folgt, kann der Hund lernen, auf seine bevorzugte Alternative zu warten.
  • Ein Hund, der zusätzlich apathisch wirkt, Schmerzen zeigt, wiederholt erbricht, starken Durchfall hat oder einen aufgeblähten Bauch aufweist, sollte zeitnah untersucht werden.
  • Leckerlis sollten grundsätzlich nur einen kleinen Teil der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Die WSAV empfiehlt, dass Snacks weniger als 10% der täglichen Kalorien liefern und nicht die vollständige Hauptnahrung ersetzen.

Warum frisst der Hund Leckerlis, aber kein normales Futter?

Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis

Das scheinbare Paradox lässt sich relativ einfach erklären: Appetit und Futtervorliebe sind nicht dasselbe.

Ein Hund kann grundsätzlich noch Interesse an besonders attraktiven Lebensmitteln zeigen, während ihm sein normales Futter momentan nicht zusagt. Leckerlis besitzen häufig einen intensiveren Geruch, eine andere Konsistenz oder einen höheren Fett- und Geschmacksreiz.

Gleichzeitig darf dieses Verhalten nicht vorschnell als „Mäkelei“ abgetan werden. Eine verminderte Futteraufnahme kann ein frühes Zeichen einer Erkrankung sein. Tiermedizinisch wird außerdem zwischen einer echten Appetitlosigkeit und einer sogenannten Pseudo-Anorexie unterschieden: Dabei möchte der Hund grundsätzlich fressen, hat aber beispielsweise Schmerzen beim Kauen oder Schwierigkeiten beim Aufnehmen und Schlucken der Nahrung. Genau diese Unterscheidung ist für die Beurteilung wichtig.

Die 5 häufigsten Gründe: Ihr Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis

Hunde sind eigentlich keine anspruchsvollen Esser.

1. Zahnprobleme bei Hunden

Ein besonders wichtiger, aber häufig unterschätzter Grund sind Zahnschmerzen.

Ein Hund mit Zahnproblemen kann durchaus Interesse an Futter zeigen und trotzdem seine normal Mahlzeit verweigern. Das gilt insbesondere dann, wenn das Futter geklaut werden muss. Bei einer schmerzhaften Zahnerkrankung kann beispielsweise das Aufnehmen oder Kauen von Trockenfutter unangenehm sein. Ein weiches Leckerli kann dagegen leichter gefressen werden.

Experten sagen, dass mehr als zwei Drittel aller Hunde an einer Form von Parodontalerkrankung leiden. Vielleicht hat dein Hund Zahnschmerzen, die beim Fressen von harten Bissen oder kaltem Nassfutter wehtun. Wenn die Leckerlis weicher sind als das Hauptfutter, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass dein Hund Zahnprobleme hat.

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

  • Zahnfleischentzündung
  • PAradontitis
  • schmerzhafte oder lockere Zähne
  • Verletzungen im Maul
  • Entzündungen
  • Probleme im Rachenbereich
  • Fremdkörper
  • Erkrankungen des Kieferbereichs

Wichtig: Zahnprobleme müssen nicht immer von außen offensichtlich sein. Auch wenn die sichtbaren Zähne relativ unauffällig aussehen, können sich Erkrankungen unterhalb des Zahnfleischrandes befinden.

Welche Anzeichen sprechen für Zahnschmerzen?

Besonders aufmerksam sollte beobachtet werden, wenn der Hund:

  • Trockenfutter fallen lässt,
  • deutlich langsamer kaut,
  • nur auf einer Seite kaut,
  • beim Kauen den Kopf ungewöhnlich bewegt,
  • stark speichelt,
  • unangenehmen Maulgeruch entwickelt,
  • das Maul nicht gerne anfassen lässt,
  • harte Kauartikel plötzlich ablehnt,
  • weicheres Futter bevorzugt.

Ein Hund, der Leckerlis frisst, aber sein Trockenfutter verweigert, sollte daher nicht automatisch als wählerisch bezeichnet werden.

Wie kann ich meinen Hund wieder zum Fressen bringen?

Wenn du glaubst, dass dein Hund an einer Zahnerkrankung leidet, kannst du versuchen, auf weicheres Futter umzusteigen und einen Termin beim Tierarzt zu machen, um die Zähne deines Hundes untersuchen zu lassen. Es ist eine gute Idee, deinen Hund an das manuelle Bürsten mit hundesicherer Zahnpasta zu gewöhnen, um Zahnprobleme so lange wie möglich zu vermeiden. Knuspriges Futter ist für die meisten Hunde auch besser als Nassfutter, weil die harten Kroketten helfen, Zahnbelag und Zahnstein abzuschaben.

2. Der Hund ist krank

Hundeleckerlis

Der wichtigste Grund, der nicht übersehen werden darf: Appetitverlust kann ein Krankheitssymptom sein.

Verschiedene Krankheiten können deinem Hund den Appetit verderben, so dass er sein Abendessen meidet. Manchmal kann man ihn mit etwas Besonderem wie einem Leckerli oder einer Mahlzeit dazu bringen, zu fressen, aber er wird auch weiterhin das normale Futter meiden. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Nieren, der Leber oder anderer Organe sowie Infektionen, Schmerzen und bestimmte Medikamente.

Auch Stoffwechselerkrankungen oder andere systemische Erkrankungen können mit vermindertem Appetit einhergehen. Deshalb ist die Aussage „Er frisst ja noch Leckerlis“ kein zuverlässiger Beweis dafür, dass gesundheitlich alles in Ordnung ist.

Übelkeit, Magen-Darm-Probleme oder Bauchschmerzen

Übelkeit kann dazu führen, dass ein Hund sein normales Futter nicht mehr aufnehmen möchte. Gleichzeitig kann ein besonders attraktiver Snack dennoch angenommen werden. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Magen-Darm-Trakt gesund ist.

Zu den möglichen Auslösern gehören unter anderem:

  • leichte Magenverstimmung
  • ungeeignetes oder verdorbenes Futter
  • zu große Futtermengen
  • plötzlicher Futterwechsel
  • Aufnahme von Abfällen oder Fremdmaterial
  • Verstopfung
  • Magen-Darm-Entzündung
  • Parasiten
  • Fremdkörper oder Darmverschluss
  • Erkrankungen anderer Organe, die Übelkeit verursachen

Erkrankungen des Verdauungssystems können sich unter anderem durch Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen oder Dehydrierung äußern.

Besonders wichtig: der Fremdkörper

Wenn ein Hund beispielsweise Spielzeugteile, Stoff, Knochenstücke, Plastik oder andere unverdauliche Gegenstände aufgenommen haben könnte, sollte das Verhalten nicht als bloße Futterunlust interpretiert werden. Ein Darmverschluss kann mit Appetitverlust und Bauchschmerzen beginnen und ist ein medizinischer Notfall.

Darauf sollte geachtet werden:

BeobachtungMögliche Bedeutung
Futter wird verweigert, Hund ist aber ansonsten fitKann wählerisches Fressverhalten sein
Futter wird verweigert + ErbrechenMagen-Darm-Erkrankung möglich
Futter wird verweigert + DurchfallVerdauungsprobleme möglich
Futter wird verweigert + BauchschmerzenTierärztliche Abklärung wichtig
Futter wird verweigert + aufgeblähter BauchDringende tierärztliche Abklärung
Futter wird verweigert + starke TeilnahmslosigkeitNicht abwarten
Futter wird verweigert + möglicher FremdkörperSofortige Abklärung sinnvoll

Wie bringst du deinen Hund dazu, wieder zu fressen?

Wenn du denkst, dass es deinem Hund nicht gut geht, kannst du ihn einen Tag lang mit etwas Futter oder Leckerlis auskommen lassen, um zu sehen, ob er sich besser fühlt. Allerdings kann dein Hund nicht nur von Leckerlis leben, also musst du schnell einen Termin beim Tierarzt vereinbaren, wenn dein Hund nach einem Tag nicht wieder anfängt zu fressen. Achte außerdem darauf, dass du deinem Welpen keine menschliche Nahrung gibst, die ihm weitere Beschwerden bereiten könnte. Sieh dir hier an welche menschlichen Nahrungsmittel auch für deinen Hund geeignet sind und welche nicht.

3. Hund wartet auf Leckerlis

Hund-verweigert-Futter frisst aber Leckerlis

Eine der harmloseren Erklärungen ist ein einfacher Zusammenhang zwischen Futterangebot und Belohnung. Bekommen Hunde regelmäßig ein Leckerli, nachdem er sein normales Futter stehen gelassen hat, kann sich ungewollt ein Lernmuster entwickeln.

Normales Futter stehen lassen ➡️Mensch reagiert ➡️besonders leckere Alternative erscheint.

Hunde sind schnelle Lerner. Wenn dein Vierbeiner merkt, dass er Leckerlis bekommen kann, indem er sich weigert, sein Abendessen zu fressen, wird er vielleicht anfangen, dies bei jeder Mahlzeit zu tun. Ein Hund muss dabei nicht bewusst „manipulieren“. Er lernt lediglich, welche Verhaltensweise zum gewünschten Ergebnis führt.

Warum Leckerlis das Problem verstärken können

Leckerlis sind häufig besonders energiereich und schmackhaft. Dadurch kann bereits eine relativ kleine Menge einen Teil des täglichen Energiebedarfs decken. Gleichzeitig sind viele Snacks nicht als vollständig und ausgewogene Nahrung konzipiert.

Besonders problematisch kann die Situation bei kleinen Hunden sein. Ein Snack, der für einen großen Hund wenig ausmacht, kann bei einem Chihuahua, Yorkshire Terrier oder anderen kleinen Hunderassen einen erheblichen Anteil des Tagesbedarfs darstellen.

Wie kannst du deinen Hund dazu bringen, wieder zu fressen?

Wenn du glaubst, dass dein Hund auf Leckerlis wartet, musst du dich ein paar Tage zurückhalten, bis er wieder anfängt, sein Abendessen zu fressen. Leckerlis nach einer guten Mahlzeit zu geben, kann helfen, das gewünschte Verhalten zu verstärken.

Ein konsequenter Futterrhythmus kann sinnvoll sein. Das bedeutet beispielsweise, dass Futter zu festen Zeiten anzubieten und nicht ständig neue Alternativen bereitzustellen. Hilfreich ist außerdem ein Futtertagebuch über mehrere Tage. Darin werden nicht nur die Hautmahlzeit, sondern auch Kauartikel, Trainingsleckerlis, Tischreste und Snacks erfasst. Erst dadurch wird sichtbar, wie viel tatsächlich über den Tag gefressen wird.

4. Stress, Angst und Veränderungen im Alltag

Nicht jeder Hund, der schlechter frisst, ist körperlich krank. Auch Stress und psychische Belastungen können die Futteraufnahme beeinflussen. Hunde reagieren häufig sensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung und ihrem Tagesablauf.

Mögliche Auslöser sind beispielsweise:

  • Umzug
  • Urlaub oder längere Autofahrten
  • neues Familienmitglied
  • neues Haustier
  • Trennung von einer Bezugsperson
  • Tierarztbesuch
  • Feuerwerk
  • laute Bauarbeiten
  • Veränderungen des Tagesablaufs
  • Konflikte mit anderen Hunden im Haushalt
  • neuer Futterplatz
  • ungewohnte Futternäpfe oder Futterautomaten

Stress kann mit einer verminderten Futteraufnahme und verändertem Verhalten einhergehen. Gleichzeitig müssen körperliche Ursachen insbesondere bei deutlicher und anhaltender Appetitlosigkeit ausgeschlossen werden.

Auch Futterplatz kann eine Rolle spielen

Manchmal liegt das Problem nicht im Futter selbst.

Ein Futternapf neben einer Waschmaschine, einem Trockner oder an einem stark frequentierten Ort kann für empfindliche Hunde unangenehm sein. Auch Konkurrenz durch andere Tiere kann dazu führen, dass ein Hund nicht entspannt frisst. Eine ruhige, störungsarme Futterumgebung kann deshalb einen Unterschied machen.

Ein interessanter Hinweis ist, wenn der Hund an einem anderen Ort oder aus einer Beschäftigungsfütterung plötzlich wieder frisst. Dann kann die Umgebung zumindest einen Teil des Problems darstellen.

5. Der Hund mag die Marke nicht

Hundeleckerlis

Viele Menschen probieren gerne verschiedene Marken aus. Manchmal kann es schwierig sein, die Marke zu finden, die du magst. Du kannst also gezwungen sein, mit etwas Neuem zu experimentieren.

Auch wenn Hunde bei weitem nicht so wählerisch sind wie Katzen, können manche Hunde dennoch sehr anspruchsvoll sein. In manchen Fällen können sie sich weigern, bestimmte Marken zu essen. Wir haben festgestellt, dass dies besonders bei gesunden Futtersorten der Fall ist. Viele Hunde ziehen Futter, das mit Mais und anderen ungesunden Zutaten angereichert ist, einer gesünderen Marke vor.

Das Hundefutter ist verdorben oder es ist eine schlechte Charge

Der häufigste Grund, warum Hunde ihr Abendessen verweigern, ist, dass du aus Versehen eine schlechte Charge gekauft hast. Wie jedes andere Futter kann auch Hundefutter schlechte Zutaten enthalten, die das Futter verderben oder es schlecht schmecken lassen. Bei billigen Marken gibt es weniger Qualitätskontrollen. Das dazu führen kann, dass verdorbenes Hühnerfleisch oder Fisch ins Futter gelangt. Aber auch bei hochwertigen Futtersorten kommt das gelegentlich vor.

Wie kann ich meinen Hund dazu bringen, wieder zu fressen?

Wenn du gerade eine neue Futtermarke gekauft hast und dein Hund sich weigert zu fressen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er sein neues Futter nicht mag. Wir empfehlen, die Tüte wieder zu verschließen und eine Marke zu kaufen, von der du weißt, dass sie deinem Hund schmeckt. Wenn du deinem Hund eine gesündere Alternative schmackhaft machen möchtest, musst du das neue Futter unter Umständen langsamer einführen und einen fließenderen Übergang ermöglichen.

Wenn dein Hund jeden Tag dasselbe Futter frisst, aber plötzlich damit aufhört, wenn du einen neuen Beutel oder eine Dose aus einer neuen Packung öffnest, ist es gut möglich, dass verdorbene Zutaten daran schuld sind. Wir empfehlen, die Tüte zu verschließen und eine neue an einem anderen Ort zu kaufen. Wenn dein Hund das neue Futter frisst, wirf die alte Tüte weg oder wende dich an den Hersteller. Berichte ihm von deinen Erfahrungen. Wenn dein Hund sich weigert, das neue Futter zu fressen, kannst du das alte Futter aufheben. Es scheint nicht das Problem zu sein.

Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis: Was kann kurzfristig ausprobiert werden?

Wenn der Hund ansonsten gesund wirkt, kann zunächst strukturiert beobachtet werden.

1. Leckerlis reduzieren

Zunächst sollte überprüft werden, wie viele Snacks tatsächlich über den Tag gegeben werden

Dazu zählen auch
Trainingsleckerlis
Kauartikel
Wurststückchen
Käse
Futter vom Tisch
Snacks zur Medikamentengabe
selbstgemachte Belohnungen

2. Feste Mahlzeiten anbieten

Ständiges Bereitstellen von Futter kann dazu führen, dass der Hund keinen klaren Unterschied zwischen Mahlzeit und Snack erlebt. Ein geregelter Futterrhythmus kann deshalb sinnvoller sein als ein dauerhaft gefüllter Napf.

3. Futterumgebung überprüfen

Der Napf sollte an einem ruhigen Ort stehen. Bei mehreren Hunden kann getrenntes Füttern sinnvoll sein, insbesondere wenn ein Tier beim Fressen unter sozialem Druck steht.

4. Futter nicht ständig wechseln

Ein häufiger Fehler besteht darin, nach jeder verweigerten Mahlzeit eine neue Futtersorte auszuprobieren. Dadurch kann sich das Verhalten langfristig verstärken: Der Hund lernt, dass die Ablehnung des aktuellen Futters möglicherweise eine attraktive Alternative hervorbringt.

Bei einem gesunden, wählerischen Hund kann daher mehr Konsequenz hilfreicher sein als eine ständige größer werdende Auswahl.

5. Gewicht und Allgemeinzustand beobachten

Nicht nur die einzelne Mahlzeit ist entscheidend. Wichtiger sind Veränderungen über mehrere Tage:

Körpergewicht
Aktivität
Trinkmenge
Kotabsatz
Erbrechen
Verhalten
Interesse an Futter
Kauverhalten

Wie lang kann ein Hund ohne Futter auskommen?

Eine pauschale Zahl wie „Ein gesunder Hund kann problemlos drei Tage nichts fressen“ ist als allgemeine Empfehlung ungeeignet.

Entscheidend sind unter anderem
Alter
Körpergewicht
Gewicht
Gesundheitszustand
Vorerkrankungen
Flüssigkeitsaufnahme
Ursache der Futterverweigerung
weitere Symptome

Ein gesunder erwachsener Hund kann unter Umständen einmal eine Mahlzeit auslassen, ohne dass dies sofort krankhaft ist. VCA weist darauf hin, dass bei gesunden Hunden mit normalem Körpergewicht und gutem Allgemeinzustand das gelegentliche Auslassen einer Mahlzeit vorkommen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass anhaltende Appetitlosigkeit grundsätzlich harmlos ist.

FAQ: Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis

  1. Ist mein Hund krank, wenn er nur Leckerlis frisst?

    Nicht zwingend. Bei einem ansonsten fitten Hund können Futtervorlieben, zu viele Snacks oder ein erlerntes Futterverhalten dahinterstecken. Allerdings können auch Zahnschmerzen, Übelkeit oder andere Erkrankungen dazu führen. Deshalb sollte insbesondere bei anhaltendem Verhalten oder zusätzlichen Symptomen eine Erkrankung ausgeschlossen werden.

  2. Warum frisst mein Hund Leckerlis, aber kein Trockenfutter?

    Trockenfutter muss gekaut werden und kann bei Zahn- oder Maulproblemen unangenehm sein. Außerdem sind Leckerlis häufig besonders schmackhaft und riechen intensiver. Auch eine reine Futterpräferenz ist möglich,

  3. Sollten Leckerlis wegfallen, wenn der Hund sein Futter nicht frisst?

    Bei einem gesunden Hund mit ausgeprägtem Futterwahlverhalten kann es sinnvoll sein, die Leckerlis deutlich zu reduzieren. Dadurch lässt sich besser beurteilen, ob tatsächlich Hunger vorhanden ist. Bei Krankheitssymptomen sollte dagegen nicht versucht werden, ein medizinisches Problem allein durch Futtermanagement zu lösen.

  4. Wie viele Leckerlis darf ein Hund am Tag bekommen?

    Als allgemeine Orientierung sollten Leckerlis und andere Snacks weniger als 10% der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Die genaue Menge hängt von Körpergewicht, Aktivität, Alter, Gesundheitszustand und Kaloriengehalt der Snacks ab.

  5. Was tun, wenn der Hund einen Tag lang nichts frisst?

    Das hängt vom Alter und Gesundheitszustand des Hundes sowie von weiteren Symptomen ab. Ein gesunder erwachsener Hund kann gelegentlich eine Mahlzeit auslassen. Bei einem Welpen, Senior, chronisch kranken Hund oder bei gleichzeitigem Erbrechen, Durchfall, Schmerzen, Schwäche oder anderen Auffälligkeiten sollte die Situation tierärztlich beurteilt werden.

  6. Kann Stress dazu führen, dass ein Hund nicht frisst?

    Ja. Veränderungen der Umgebung, des Tagesablaufs oder der sozialen Situation können die Futteraufnahme beeinflussen. Dennoch sollten insbesondere bei deutlicher oder anhaltender Appetitlosigkeit körperliche Ursachen berücksichtigt werden.

  7. Wann ist Futterverweigerung ein Notfall?

    Nicht jede ausgelassene Mahlzeit ist ein Notfall. Dringend wird die Situation insbesondere bei starken Schmerzen, wiederholtem Erbrechen, aufgeblähtem Bauch, Kollaps, ausgeprägter Schwäche, möglichen Fremdkörper. Ein Darmverschluss kann beispielsweise mit Appetitverlust und Bauchschmerzen einhergehen.

  8. Kann ein Hund durch zu viele Leckerlis sein normales Futter verweigern?

    Ja. Werden über den Tag viele Leckerlis, Kauartikel oder kleine Snacks gegeben, kann der Hund bereits einen erheblichen Teil seines Energiebedarfs aufgenommen haben. Zusätzlich können besonders schmackhafte Snacks dazu führen, dass das normale Futter weniger attraktiv erscheint. Eine Reduzierung der Leckerlis und ein fester Fütterungsrhythmus können bei einem ansonsten gesunden Hund helfen, das normale Fressverhalten wiederherzustellen.

  9. Warum frisst der Hund aus der Hand, aber nicht aus dem Napf?

    Wenn ein Hund Futter aus der Hand nimmt, den Napf aber ignoriert, können unterschiedliche Ursachen dahinterstecken. Manche Hunde haben eine erlernte Vorliebe für das Füttern aus der Hand, andere reagieren auf den Standort, Geräusche oder die Nähe anderer Tiere. Auch der Napf selbst kann eine Rolle spielen, etwa wenn er beim Fressen unangenehm verrutscht oder Geräusche verursacht. Treten zusätzlich Kauprobleme, Schmerzen oder andere Krankheitssymptome auf, sollte eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden.

  10. Warum verweigert ein Hund plötzlich sein Lieblingsfutter?

    Eine plötzliche Ablehnung des bisherigen Lieblingsfutters sollte genauer beobachtet werden. Möglich sind beispielsweise eine vorübergehende Magenverstimmung, Stress, eine Veränderung der Futterzusammensetzung oder eine negative Verknüpfung mit dem Futter. Auch Zahn- und Maulprobleme können dazu führen, dass ein Hund plötzlich bestimmte Futtersorten meidet. Wenn gleichzeitig Erbrechen, Durchfall, Schmerzen, starke Müdigkeit oder andere Auffälligkeiten auftreten, ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.

  11. Kann ein Hund trotz Appetit krank sein?

    Ja. Ein Hund kann grundsätzlich Futterinteresse zeigen und trotzdem gesundheitliche Beschwerden haben. Besonders attraktive Leckerlis werden beispielsweise manchmal trotz Übelkeit oder Schmerzen noch angenommen. Auch bei Zahnproblemen kann ein Hund fressen wollen, aber Schwierigkeiten beim Kauen haben. Deshalb sollte nicht allein anhand der Tatsache beurteilt werden, dass der Hund noch Leckerlis nimmt, ob er gesund ist. Entscheidend sind auch Allgemeinzustand, Trinkverhalten, Kotabsatz, Gewicht und mögliche weitere Symptome.

Zusammenfassung: Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis

Dein Hund verweigert Futter, frisst aber Leckerlis? Wie immer kann das Problem vielseitige Gründe haben. Die meisten Hunde weigern sich, ihr Abendessen zu fressen, wenn es schlecht schmeckt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass jedes Unternehmen hin und wieder eine schlechte Charge produziert, vor allem wenn das Futter aus natürlichen Zutaten besteht, die leicht verderben können. Manche schlauen Hunde können auch lernen, wie sie an Leckerlis kommen und versuchen, sie zu ergattern. In diesem Fall musst du dich als Elternteil mit den Leckerlis zurückhalten, bis dein Hund wieder anfängt zu fressen. In jedem Fall musst du dein Tier zum Tierarzt bringen, wenn mehr als 2-3 Tage ohne eine richtige Mahlzeit vergehen.

Entscheidend ist, nicht nur auf das einzelne Leckerli zu schauen. Ein Hund, der einen besonders attraktiven Snack annimmt, kann trotzdem gesundheitliche Beschwerden haben. Besonders hilfreich ist daher die Betrachtung des gesamten Bildes: Wie verhält sich der Hund? Trinkt er normal? Ist der Kot unauffällig? Erbricht er? Hat er Schmerzen? Kann er problemlos kauen? Hält er sein Gewicht? Hat sich im Alltag etwas verändert?

Bei einem ansonsten gesunden und munteren Hund kann gelegentliches Auslassen einer Mahlzeit harmlos sein. Bei zusätzlichen Symptomen oder anhaltender Futterverweigerung sollte dagegen die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Wir hoffen, dass dir dieser Leitfaden gefallen hat und er dir weiterhelfen konnte.

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